Lama Anagarika Govinda
Lama Anagarika Govinda (1898-1985), der Gründer des Arya Maitreya Mandala, gilt vielen Menschen als Brückenbauer zwischen asiatischen und westlichen Kulturen sowie als einer der maßgebenden spirituellen Lehrer des 20. Jahrhunderts. Robert Thurman vergleicht ihn in seiner Bedeutung für unsere Zeit mit "Einstein, Heisenberg, Wittgenstein, Solschenizyn, Gandhi und dem Dalai Lama."
Geboren wurde Govinda als Ernst Lothar Hoffmann in Waldheim in Sachsen. Der Sohn eines deutschen Vaters und einer bolivianischen Mutter blieb Zeit seines Lebens ein Weltbürger. Nach etwa einem Jahrzehnt auf Capri ließ Govinda sich 1928 in Britisch Indien nieder, wo er zunächst auf Ceylon und später in den Vorbergen des Himalaja lebte.
Govinda, der Staatsbürger Indiens wurde, war mit der indischen Künstlerin Li Gotami (1906-1988) verheiratet. Obwohl er den großen Teil seines Lebens zurückgezogen in Indien arbeitete und meditierte, führten ihn Forschungs- und Vortragsreisen nach Europa, Amerika, Afrika, Tibet, Süd- und Ostasien. Er starb in Mill Valley in Kalifornien, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte.
Govinda war Gelehrter, Schriftsteller, Maler und Mystiker. Sein literarisches Werk umfasst u. a. philosophische Studien über Themen der buddhistischen Philosophie und Meditation, eine Analyse des chinesischen Klassikers I Ging sowie Dichtungen. In alle Weltsprachen wurde Govindas spirituelle Autobiografie Der Weg der weißen Wolken, in der sich auch seine Erlebnisse und Erfahrungen mit spirituellen Lehrern im Tibet der dreißiger und vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts finden.
Eine der besonderen Leistung Govindas als Meister buddhistischer Meditation besteht in der Rückführung tantrischer Übungswege, die ihm im tibetischen Kulturkreis vermittelt wurden, auf ihre indischen Wurzeln. Die Schätze und Erfahrungen seines reichen spirituellen Lebens vermittelte Lama Govinda im Rahmen einem kleinen Schülerkreis des von ihm gegründeten Arya Maitreya Mandala.
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Lama A. Govinda
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